Die SPD Bamberg-Land trauert um Günter Fleischer

Veröffentlicht am 28.09.2016 in Ratsfraktion

© Foto: FT

Am Montagabend ist der Ehrenfraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Günter Fleischer im Alter von 76 Jahren verstorben. Er hatte am Ende einen schweren und aufreibenden Weg durch seine Krankheit zu gehen.

Unsere besondere Anteilnahme und unser Mitgefühl gilt besonders seiner Frau Heide und Angehörigen - wissentlich, dass ein gutes Herz heute aufgehört hat zu schlagen.

Der Glauben an ein Wiedersehen möge Zuversicht verleihen und Kraft für diese schwere Zeit. Denn heute ist auch ein Grund Danke zu sagen für die leuchtenden Tage mit unserem Günter. 

Im Gedenken,

Jonas Merzbacher
SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Bamberg

 


Artikel aus dem "Fränkischen Tag", Februar 2011

Von 1984 bis 2002 war Günter Fleischer aus Hallstadt Sprecher der SPD Kreistagsfraktion gewesen und danach zum „Ehrenfraktionsvorsitzenden“ ernannt worden. 2007 schließlich schied er aus dem Kreistag aus – der Liebe wegen zog es ihn nach Bamberg. Die SPD ehrte ihn für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands im Jahr 2011.

Beim „Putsch der Jungen“ hat Fleischer 1984 mit 7:6 Stimmen das Ruder der Fraktion übernommen und sich in der Folge als eloquenter Redner gegen Landrat Otto Neukum, später gegen Günther Denzler und die Kreistagsmehrheit behaupten müssen. Dabei war Fleischer damals keineswegs ein Neuling: Bereits 1972 war er erstmals in den Kreistag und zugleich in den Hallstadter Stadtrat gewählt worden. In beiden Gremien wurde der Mann, der 1940 im oberschlesischen Neusalz an der Oder das Licht der Welt erblickte und dessen Vater in Stalingrad vermisst ist, rasch zur Integrationsfigur. „Wir haben Dich nicht vergessen“, unterstrich Franz- Josef Schick.

„Du hast es immer verstanden, Deine Schar hinter Dir zu formieren“, betonte auch SPD- Kreisvorsitzender Andreas Schwarz. 18 Jahre an vorderster Front seien nicht einfach gewesen.

Zur SPD gebracht haben Günter Fleischer übrigens 1961 das Leitbild des damaligen SPD- Vorsitzenden Willy Brandt und der Einfluss seiner Mutter, die in der Geschäftsstelle des VdK tätig war. 1990 kandidierte Fleischer selbst für das Amt des Landrats und erzielte mit rund 25 Prozent der Stimmen im Landkreis Bamberg bei fünf Bewerbern ein sehr gutes Ergebnis.

Beruflich kam Günter Fleischer nach dem Abitur zunächst zur Polizei nach Würzburg, später wurde in Hallstadt gebaut. Nach dem Wechsel in die Bundeswehr- Verwaltung war er stellvertretender Leiter der Kreiswehrersatzämter in Bamberg, Bayreuth und Regensburg, das Bundesverdienstkreuz erhielt er 1993. 2005 schied Fleischer aus dem Dienst, ehrenamtlich war er unter anderem als Sozialrichter und als Vorsitzender des SV Hallstadt aktiv gewesen.

 

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